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Helfende Hand

  Erster Preis für ungewöhnliches Retter-Team: Plaidter Firma verstärkt Feuerwehr im Notfall


Über eine besondere Auszeichnung dürfen sich die Tage die Plaidter Feuerwehr und das Plaidter Unternehmen Durwen Maschinenbau freuen: Ihr Gemeinschaftsprojekt „Tagesbereitschaft Durwen“ wurde mit einem ersten Preis im bundesweiten Wettbewerb „Helfende Hand“ ausgezeichnet. 

Klaus Durwen (mit Preis-Trophäe), Dirk Schwindenhammer (mit Urkunde) und die Wehrleute freuen sich bei der Preisverleihung in Berlin über die Auszeichnung.
Foto: Feuerwehr Plaidt

215 Projekte hatten sich insgesamt um den vom Bundesinnenministerium ausgeschriebenen Förderpreis beworben, umso stolzer sind die Plaidter, dass sie in der Kategorie „Vorbildliche Unterstützung des Ehrenamts“ die begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen durften. 

In dieser Kategorie werden Unternehmen ausgezeichnet, die das Engagement ihrer Mitarbeiter im Bevölkerungsschutz auf vorbildliche Weise fördern – und dafür steht in Plaidt in erster Linie Klaus Durwen. Der Geschäftsführer des gleichnamigen Plaidter Traditionsunternehmens zögerte nicht, als Verbandsgemeindebürgermeister Klaus Bell ihn vor mehr als zwei Jahren um Unterstützung bei der Umsetzung eines Pilotprojekts bat. 

Die Idee: Mitarbeiter der Firma Durwen unterstützen die Plaidter Feuerwehr in der Tagesbereitschaft bei ihren Einsätzen. Bei einer Alarmierung rücken die Durwen-Mitarbeiter in einem Mannschaftsbus, der auf dem Betriebsgelände stationiert ist, zunächst zum Plaidter Feuerwehrgerätehaus aus, um von dort aus gemeinsam mit den Plaidter Wehrleuten zu helfen, wo Not am Mann ist. 

Das ging ein bisschen zu, wie bei einer Oscar-Verleihung. 

Wehrleiter Dirk Schwindenhammer ist von der hochkarätig besetzen Preisverleihung in Berlin begeistert. Diese Kooperation ermöglicht es der Plaidter Wehr, auch tagsüber in der notwendigen Mannschaftsstärke in ihre Einsätze starten zu können, beschreibt Wehrleiter Dirk Schwindenhammer: „Auf diese Weise kommen wir an Feuerwehrleute, die eigentlich woanders wohnen, aber hier in Plaidt arbeiten.“ Dadurch, dass sich auch in den Löschzügen der Region viele Wehrleute ehrenamtlich engagieren, die weiter weg arbeiten, wäre die Tagesbereitschaft ohne die Unterstützung der Kameraden von der Firma Durwen sonst oftmals nicht zufriedenstellend besetzt: „Wir sind auf die Hilfe der Durwen-Mitarbeiter angewiesen“, betont Schwindenhammer. 

Anfang 2016 trafen sich die Plaidter Wehrleute und die zehn Mitarbeiter der Firma Durwen, die sich bereit erklärten, an dem Projekt mitzuwirken, erstmals zu gemeinsamen Übungen. „Anfangs musste auch Skepsis auf beiden Seiten abgebaut werden“, erinnert sich Schwindenhammer schmunzelnd an die Anfangswochen. Inzwischen agieren die Mitglieder des Plaidter Löschzugs und die Durwen-Mitarbeiter wie selbstverständlich als eine Einheit. Jeden ersten Freitag im Monat wird nachmittags während der Arbeitszeit gemeinsam geübt. 

In der Belegschaft kommt das Projekt ebenfalls sehr gut an, berichtet Geschäftsführer Klaus Durwen: „Das wird von den Kollegen positiv angenommen.“ Damit, dass das Unternehmen das ehrenamtliche Engagement in der Wehr unterstützt, kann Durwen bei der Suche nach neuen Auszubildenden punkten. 

Dass die Kooperation, die alle Beteiligten als überaus positiv empfinden, jetzt sogar mit dem bundesweiten Preis „Helfende Hand“ gekrönt wurde, freut alle Beteiligten ganz besonders. Neben Klaus Durwen und Dirk Schwindenhammer fuhren auch VG-Bürgermeister Klaus Bell und mehrere der an dem Projekt beteiligten Wehrleute zur Preisverleihung nach Berlin. 

„Das ging ein bisschen zu, wie bei einer Oscar-Verleihung“, erzählt Schwindenhammer. Zunächst wurden die einzelnen nominierten Projekte pro Kategorie vorgestellt und dann nach und nach die einzelnen Plätze verkündet. Als dann klar wurde, dass das Plaidter Projekt es auf den ersten Platz geschafft hat, war die Freude riesengroß: „Wir konnten das fast gar nicht glauben“, zeigt sich Bell ergriffen. 

Neben der Trophäe „Helfende Hand“ gab es bei der Preisverleihung viel Zuspruch seitens hochrangiger Vertreter der bundesweiten Hilfsdienste, die Interesse an dem Plaidter Pilotprojekt signalisierten. Die Wehrleute würde es jedenfalls freuen, wenn das Beispiel Schule machen würde: „Es handelt sich um ein Pilotprojekt, es können sich natürlich auch weitere Arbeitgeber melden, die mitmachen wollen.“ 

Quelle: Rhein-Zeitung
Redakteurin: Martina Koch


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RZ Pressebericht Helfende Hand 1

 

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